{"id":7796,"date":"2015-02-15T19:52:26","date_gmt":"2015-02-15T17:52:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/startseite\/?p=7796"},"modified":"2015-03-07T17:10:23","modified_gmt":"2015-03-07T17:10:23","slug":"die-wilden-jahre","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/die-wilden-jahre\/","title":{"rendered":"Die wilden Jahre"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7798\" aria-describedby=\"caption-attachment-7798\" style=\"width: 336px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7798 size-full\" title=\"Hubert Scheibl Foto: Franz Schachinger, Wien \u00a9 Sammlung Essl Privatstiftung\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/startseite\/wp-content\/uploads\/2-255b64ddde24e7365714b9254563538a.jpeg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"336\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7798\" class=\"wp-caption-text\">Hubert Scheibl Foto: Franz Schachinger, Wien \u00a9 Sammlung Essl Privatstiftung<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Ausstellung \u201eDie wilden Jahre\u201c greift das Essl Museum einige der zeitgeistigen \u00f6sterreichischen Malereipositionen der 1980er-Jahre auf, die damals einen Hype erzeugten und international hoch im Kurs waren. Gezeigt werden Werke zwischen 1980 und 1985 von Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Alois Mosbacher, Hubert Scheibl, Hubert Schmalix und Otto Zitko. Diese K\u00fcnstler machten ab Ende der 1970er-Jahre international auf sich <!--more-->aufmerksam, indem sie auf die theorielastigen Positionen und Diskurse der 1960er- und 1970er-Jahre mit einer heftigen, unbek\u00fcmmerten zeitgeistigen Malerei geantwortet haben. Sie firmierten unter dem Namen \u201eNeue Wilde\u201c. Oft noch Studenten, malten sie ganz frech expressiv und gestisch aus dem Bauch heraus. Sie \u201eproduzierten\u201c regelrecht ein Bild nach dem anderen und hatten damit innerhalb k\u00fcrzester Zeit den Kunstmarkt erobert. Mit Arbeiten der Maler Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Alois Mosbacher, Hubert Scheibl, Hubert Schmalix und Otto Zitko wird ein Einblick in einen Teil des \u00f6sterreichischen Kunstschaffens gegeben, in dem ein Hype um die Malereien dieser jungen K\u00fcnstler entstand. Essentielles Fundament im Werk von Anzinger, Bohatsch, Mosbacher und Schmalix waren figurativeBildthemen, die mit expressivem, oft sogar gestischem Pinselstrich vorgetragen waren. Von arkadischen Szenen \u00fcber Mensch- und Naturdarstellungen bis hin zu ich-bezogenem Leid und Sehnsucht sind Themen dieser Malerei. Herbert Brandl, Gunter Damisch, Hubert Scheibl und Otto Zitko entdecken eine abstrakte Bildsprache f\u00fcr sich, die von den \u00f6sterreichischen Vertretern der \u201eWilden\u201c ebenfalls als Option f\u00fcr das Wiederaufkommen der Malerei gesehen wurde. Initiiert durch Star-Kuratoren der 1980er-Jahre wie Harry Szeemann, Achille Bonito Oliva oder hierzulande Wilfried Skreiner wurde der Boom um die Werke dieser <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7799 alignright\" title=\"\u00a9 Alois Mosbacher, Foto: Im Kinsky\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/startseite\/wp-content\/uploads\/3-ec297ca1207e5eb604af116b1e927bda.jpeg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"336\" \/>jungen Maler von einigen Galerien in \u00d6sterreich noch weiter vorangetrieben. Bald st\u00fcrzten sich internationale Sammler geradezu auf die heftig gemalten Bilder und trieben den Hype um sie dadurch an die Spitze. Die \u201ewilde\u201c Malerei der fr\u00fchen 1980er-Jahre war kein rein \u00f6sterreichisches Ph\u00e4nomen, sondern insbesondere auch in Deutschland und Italien, der Schweiz, Ungarn, Frankreich oder den USA gab es zur selben Zeit dieselben Tendenzen einer R\u00fcckkehr zum Tafelbild und ein Abfallen von theorielastiger Avantgardekunst der 1960er- und 1970er-Jahre. Blieb der Austausch der K\u00fcnstler international zwar oftmals eher gering und konzentrierte sich auf Gruppenausstellungen, verband die Bewegungen in den L\u00e4ndern alle die R\u00fcckbesinnung auf Malerei als sinnliches Medium und ein Interesse an expressiver Malerei. Die Arbeiten der \u201eNeuen Wilden\u201c versuchen keine Geschichten zu erz\u00e4hlen, doch sind Figuren und Objekte im Bild oft so zusammengestellt, dass sie die Vorstellung einer m\u00f6glichen Handlung zulassen. Die Maler verstehen es, starke optische Reize zu erzeugen, mit denen sie die Betrachter in Bildwelten mit chiffrenartig angelegten Inhalten f\u00fchren. Die Kunst der \u201eNeuen Wilden\u201c ist ein Zeitph\u00e4nomen, das etwa 1985 wieder im Abklingen war. Der Hype war vorbei, die Kunstmarktblase geplatzt und viele K\u00fcnstler schlugen dadurch hart auf dem Boden der Tatsachen auf. Da blieb f\u00fcr viele nur die Flucht nach vorne, um sich k\u00fcnstlerisch \u201eneu\u201c zu erfinden. Anders als die Ausstellung \u201eNeue Wilde \u2013 Eine Entwicklung\u201c im Essl Museum 2004, die den Schwerpunkt auf die k\u00fcnstlerische Weiterentwicklung der damaligen Proponenten legte, widmet sich diese Ausstellung ganz den heftigen, vom schnellen Malduktus getriebenen Werken der in der Sammlung vertretenen K\u00fcnstler dieser Zeit. Heute werden deren fr\u00fche Malereien nur noch selten gezeigt, sind aber gerade wegen ihrer kompositorischen und formalen Unmittelbarkeit wieder spannend zu sehen. . Ausstellung 18.03. \u2013 31.05.2015 (Foto: \u00a9 Sammlung Essl Privatstiftung, Abbildung1)\u00a0Hubert Scheibl\u00a0Foto: Franz Schachinger, Wien, Abbildung2)\u00a0\u00a9 Alois Mosbacher,\u00a0Foto: Im Kinsky)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/startseite\/anmeldung-newsletter\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/startseite\/wp-content\/uploads\/E-PAPER-ANMELDEN-2.png\" alt=\"E-PAPER ANMELDEN-2\" width=\"374\" height=\"73\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Ausstellung \u201eDie wilden Jahre\u201c greift das Essl Museum einige der zeitgeistigen \u00f6sterreichischen Malereipositionen der 1980er-Jahre auf, die damals einen Hype erzeugten und international hoch im Kurs waren. 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