{"id":8463,"date":"2015-04-30T17:09:09","date_gmt":"2015-04-30T17:09:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/?p=8463"},"modified":"2015-04-30T17:12:53","modified_gmt":"2015-04-30T17:12:53","slug":"deutsche-kunst-nach-1960","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/deutsche-kunst-nach-1960\/","title":{"rendered":"DEUTSCHE KUNST NACH 1960"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8467 size-full\" title=\"Georg Baselitz, Partisan (Remix), 2005, \u00d6l auf Leinwand, \u00a9 Georg Baselitz, Foto: Mischa Nawrata, Wien\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Georg-Baselitz.jpeg\" alt=\"Georg Baselitz\" width=\"336\" height=\"440\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Georg-Baselitz.jpeg 336w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Georg-Baselitz-229x300.jpeg 229w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Georg-Baselitz-332x435.jpeg 332w\" sizes=\"(max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><span style=\"color: #000000;\">Die gro\u00df angelegte Schau \u201eDEUTSCHE<\/span> <span style=\"color: #000000;\">KUNST NACH 1960\u201c pr\u00e4sentiert Essl Museum mit \u00fcber 80 Arbeiten von 21 K\u00fcnstlern ausgew\u00e4hlte Sammlungswerke von 1960 bis heute. Die Bandbreite reicht von den damals jungen, heute gro\u00dfen (west-)deutschen Altmeistern wie Georg Baselitz und Markus L\u00fcpertz, Dieter Roth und Anselm Kiefer \u00fcber die j\u00fcngeren Generationen um Jonathan Meese und Daniel Richter bis zur Postmoderne bei Anselm Reyle und Tobias Rehberger. Georg Baselitz und Markus L\u00fcpertz, zwei wesentliche deutsche Malereipositionen, stehen sich im ersten Ausstellungsraum dialogisch gegen\u00fcber. Beide K\u00fcnstler verbindet die zentrale Fragestellung, was Malerei sein kann. Der Bildgegenstand ist Anlass zur Malerei, erz\u00e4hlt aber selbst keine Geschichte, viel eher werden traditionelle Themen aufgenommen und neu interpretiert. Georg Baselitz kehrt sein Motiv auf der Leinwand um, Markus L\u00fcpertz\u00a0wiederholt das immer gleiche Motiv seriell, beide Strategien dienen der Zur\u00fccknahme von Bedeutung zu Gunsten von Malerei.Der politischste Raum der Ausstellung ist einer K\u00fcnstlerfreundschaft \u00fcber die Ost-West-Grenze hinweg gewidmet &#8211; J\u00f6rg Immendorff und<\/span> A.R.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright\" title=\"Markus L\u00fcpertz, Vier Kreuze - dithyrambisch III, 1972  \u00a9 BILDRECHT Wien, 2015, Foto: Stefan Fiedler \u0096 Salon Iris, Wien\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Markus-L\u00fcpertz.jpeg\" alt=\"Markus L\u00fcpertz\" width=\"386\" height=\"298\" \/>Penck. Auch <span style=\"color: #000000;\">wenn sie auf den ersten Blick zu sehr unter-schiedlichen Ausdrucksformen greifen, wollen beide mit ihrer Malerei dezidiert gesellschafts-politisch Stellung beziehen. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie in ihrem Bem\u00fchen, durch Malerei die Gesellschaft zu ver\u00e4ndern, scheitern. F\u00fcr einen von beiden, den \u201eWestdeutschen\u201c Immendorff, wird durch die Freundschaft mit A.R.Penck die Teilung Deutschlands immer wieder Motiv seiner Kunst, so zeigt das Werk Ostj\u00f6rg bereits 1980 die Vision des Mauerfalls. So wie Penck ist auch der viel j\u00fcngere Neo Rauch in der DDR aufgewachsen. Er leiht sich Paraphrasen aus der deutschen Geschichte, insbesondere der Romantik, und verwendet diese allegorisch in seinen Bildern, f\u00fcgt sie aber nicht zu einer linearen Erz\u00e4hlung zusammen. Wiedervereinigung, heute ist er <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8465\" title=\"A. R. Penck, Serie \u00fcber Raum 7, 1982, Kunstharz auf Leinwand, \u00a9 BILDRECHT Wien, 2015, Foto: Mischa Nawrata, Wien\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/A.-R.-Penck.jpeg\" alt=\"A. R. Penck\" width=\"274\" height=\"352\" \/>weltbekannt und besonders in den USA gilt er als einer der wichtigsten lebenden K\u00fcnstler Deutschlands. Das Bild ist B\u00fchne f\u00fcr seine mit Pathos aufgeladenen Protagonisten, die nur scheinbar tiefere Bedeutung aufweisen, ganz im Gegenteil verwehren sie jegliche gesellschaftspolitische Aussagen. Rauchs Karriere begann nach der Wiedervereinigung, heute ist er weltbekannt und besonders in den USA gilt er als einer der wichtigsten lebenden K\u00fcnstler Deutschlands. Eine ganz andere Art des \u201eSampelns\u201c betreibt Albert Oehlen, der alles M\u00f6gliche f\u00fcr seine Malerei verwendet. Egal ob Hoch- oder Subkultur verwendet er zeitgleich verschiedene Motive und Stile in seiner collageartigen Malerei, deutsche Geschichte hat f\u00fcr ihn keine spezielle Relevanz. Bekannt wurde Oehlen in den 1980ern als ein Hauptvertreter der Jungen Wilden, damals arbeitete er mit Kippenberger, sp\u00e4ter auch mit Jonathan Meese zusammen. Nur mehr Fragmente einer Geschichte erz\u00e4hlt Tim Eitel in seinen beinahe monochromen Werken. Im Arbeitsprozess, der oft mit einer Fotovorlage beginnt, geht es ihm um die Nur mehr Fragmente einer Geschichte <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  alignright wp-image-8466\" title=\"Albert Oehlen, Arturo Klinik L\u00f6wen, 1999, \u00d6l auf Leinwand, \u00a9 Sammlung Essl, Klosterneuburg \/ Wien, Foto: Photoatelier Laut, Wien\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Albert-Oehlen.jpeg\" alt=\"Albert Oehlen\" width=\"301\" height=\"376\" \/>erz\u00e4hlt Tim Eitel in seinen beinahe monochromen Werken. Im Arbeitsprozess, der oft mit einer Fotovorlage beginnt, geht es ihm um die Konzentration auf das Wesentliche. Allt\u00e4gliches als Motiv wird mehr und mehr reduziert und verdichtet, Unwesentliches weggelassen, die Farbpalette auf Graut\u00f6ne eingeschr\u00e4nkt &#8211; so bekommt das Bild etwas Allgemeing\u00fcltiges und das Banale des Alltags wird auratisch aufgeladen. Eine Sonderposition nimmt Dieter Roths Kunst in der Rotunde der Ausstellungshalle ein. Alles, was der K\u00fcnstler sammelt, wird zu Kunst &#8211; Gegenst\u00e4nde, Lebensmittel, Material, Musik &#8211; das Gewebe w\u00e4chst in den Raum und kann ihn damit komplett \u00fcberwuchern. Auch Verg\u00e4ngliches wie Schokolade oder Schimmel z\u00e4hlen zu seinen Materialien. Die Ausstellung zeigt auch vier Positionen abstrakter Malerei, wobei Hartwig Ebersbach als einziger gestischer Maler der ehemaligen DDR gilt. Die Ausstellung zeigt auch vier Positionen abstrakter Malerei, wobei Hartwig Ebersbach als einziger gestischer Maler der ehemaligen DDR gilt. Sein Einzelg\u00e4ngertum hat damit zu tun, dass die Kunstdoktrin in der DDR der gestischen Malerei diametral entgegengesetzt war. Der K\u00fcnstler ent\u00e4u\u00dfert sich in der Bewegung vor der Leinwand in expressiv-dicken Farbauftrag oder verwendet als Motiv die Figur des Kasper, ein volkst\u00fcmliches Symbol f\u00fcr Narrenfreiheit. Als Gegenpol zur emotionalen Aufladung bei <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8469 size-full\" title=\" Imi Knoebel, LNNDNN, 2004, Acryl auf Aluminium\u00a9 BILDRECHT Wien, 2015, Foto: Mischa Nawrata, Wien\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Imi-Knoebel.jpeg\" alt=\"Imi Knoebel\" width=\"337\" height=\"336\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Imi-Knoebel.jpeg 337w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Imi-Knoebel-150x150.jpeg 150w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Imi-Knoebel-300x300.jpeg 300w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Imi-Knoebel-332x331.jpeg 332w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/Imi-Knoebel-268x268.jpeg 268w\" sizes=\"(max-width: 337px) 100vw, 337px\" \/>Ebersbach, baut Gerhard Richter seine Arbeiten rein analytisch auf, lotet die grundlegenden Kompositionsschemata von Gestik und Abstraktion aus. Er gilt als der Forscher in der Malerei, der sich aller Stile und M\u00f6glichkeiten in vielf\u00e4ltiger Weise bedient, und so kann man ihm keine typische malerische Handschrift zuschreiben. Inhaltlich entzieht auch er sich jeder Form der Erz\u00e4hlung. Als n\u00e4chstes treten die abstrakt geometrischen Arbeiten von G\u00fcnter F\u00f6rg und Imi Knoebel in einen Dialog: Farbstrukturen bestimmen die Ordnung der Komposition, beide K\u00fcnstler wollen konsequent handschriftlos bleiben. F\u00f6rg steht in der formalen Tradition der Architektur der Moderne (1920\/30er Jahre) und ihrer Harmonie- und Proportionslehre, setzte sich mit dem Bauhaus ebenso wie mit der Architektur des faschistischen Italiens und der jungen Sowjetunion auseinander. Knoebel arbeitet \u00e4hnlich reduziert, geht aber mehr auch ins Objekthafte, ihn interessiert die Farbfl\u00e4chenmalerei, die auch in den Raum geht. Die Ausstellung bildet einen Parcours durch das deutsche Kunstschaffen in Dialogen und Einzelpr\u00e4sentationen von K\u00fcnstlern. [Ausstellungsdauer: 24. Juni bis 15. November 2015 &#8211; Foto: \u00a9 Essl Museum]<\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"707\">\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor.ausgabe.april.2015\" target=\"_blank\"><strong>DAS KUNSTMAGAZIN<\/strong><\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor.ausgabe.april.2015\" target=\"_blank\"><strong>KUNSTINVESTOR Nr. IV<\/strong><\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor.ausgabe.april.2015\" target=\"_blank\"><strong>Ausgabe APRIL\u00a02015<\/strong><\/a><\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor.ausgabe.april.2015\" target=\"_blank\"><strong>[<span style=\"color: #0000ff;\"> DOWNLOAD e-Paper<\/span> ]<\/strong><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor.ausgabe.april.2015\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-8322 size-full\" title=\"DAS KUNSTMAGAZIN KUNSTINVESTOR, Ausgabe APRIL 2015\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/kunstinvestor-IV-2015.jpg\" alt=\"kunstinvestor- IV 2015\" width=\"343\" height=\"484\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/kunstinvestor-IV-2015.jpg 343w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/kunstinvestor-IV-2015-213x300.jpg 213w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/kunstinvestor-IV-2015-332x468.jpg 332w\" sizes=\"(max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><\/a><\/h4>\n<p style=\"text-align: center;\">___ ABO-BESTELLUNG ____<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/anmeldung-newsletter\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-8139 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung.png\" alt=\"abomeldung\" width=\"519\" height=\"102\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung.png 519w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung-300x59.png 300w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung-332x65.png 332w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n____________________________________________________<\/span><\/strong><\/h3>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00df angelegte Schau \u201eDEUTSCHE KUNST NACH 1960\u201c pr\u00e4sentiert Essl Museum mit \u00fcber 80 Arbeiten von 21 K\u00fcnstlern ausgew\u00e4hlte Sammlungswerke von 1960 bis heute. Die Bandbreite reicht von den damals jungen, heute gro\u00dfen (west-)deutschen Altmeistern wie Georg Baselitz und Markus L\u00fcpertz, Dieter Roth und Anselm Kiefer \u00fcber die j\u00fcngeren Generationen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8467,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8463"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8463"}],"version-history":[{"count":8,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8477,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8463\/revisions\/8477"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8467"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}