{"id":8882,"date":"2015-07-06T14:15:34","date_gmt":"2015-07-06T14:15:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/?p=8882"},"modified":"2015-07-06T14:22:21","modified_gmt":"2015-07-06T14:22:21","slug":"klimt-und-die-ringstrasse","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/klimt-und-die-ringstrasse\/","title":{"rendered":"KLIMT UND DIE RINGSTRASSE"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8886 size-full\" title=\"Gustav Klimt, Frauenbildnis, um 1894 \u00d6l auf Leinwand 168 x 84 cm Dauerleihgabe aus Privatbesitz, \u00a9 Belvedere, Wien\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/klimt_frauenbildnis_lg1538.jpeg\" alt=\"klimt_frauenbildnis_lg1538\" width=\"196\" height=\"448\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/klimt_frauenbildnis_lg1538.jpeg 196w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/klimt_frauenbildnis_lg1538-131x300.jpeg 131w\" sizes=\"(max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/>Im Boom der Gr\u00fcnderzeit entstand entlang der Wiener Ringstra\u00dfe eine F\u00fclle an Palais und \u00f6ffentlichen Prunkbauten. Mit der Ausstellung Klimt und die Ringstra\u00dfe widmet sich das Belvedere im Sommer 2015 jenen charismatischen Ringstra\u00dfenmalern, die ihre Zeit ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt haben. Ausgehend vom Oeuvre des K\u00fcnstlerf\u00fcrsten Hans Makart spannt sich der Bogen bis zum Triumph des jungen Malerkollektivs der K\u00fcnstler-Compagnie rund um Gustav Klimt. Rekonstruktionen ganzer Dekorationsensembles f\u00fchren dem Besucher den glanzvollen Lebensstil der Ringstra\u00dfen\u00e4ra vor Augen. Neben sinnlich-erz\u00e4hlerischen Einzelwerken werden erstmals auch Arbeiten des jungen Klimt gezeigt, die bislang noch nie \u00f6ffentlich zu sehen waren. Die Wiener Ringstra\u00dfe ist als eines der pr\u00e4genden und markantesten architektonischen Ensembles der Stadt essenzieller Bestandteil des Weltkulturerbes Historisches Zentrum von Wien. Sie ist im ausgehenden 19. Jahrhundert Ausdruck des Anspruchs Wiens, das alleinige Zentrum der Donaumonarchie zu sein. Zugleich dokumentiert sie die Donaumonarchie als politische Gro\u00dfmacht auf dem europ\u00e4ischen Kontinent. Die Bebauung beginnt in den 1860er-Jahren und ist erst bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs weitgehend abgeschlossen. Mit ihr zeigt sich Wien als neues, dynamisch-repr\u00e4sentatives Wirtschafts- und Handelszentrum. Die Ringstra\u00dfe als Abbild der Modernisierungsbestrebungen der k. u. k. Monarchie vermittelt auch architektonisch den \u00dcbergang von der mittelalterlichen B\u00fcrgerstadt zu einer modernen, industriell gepr\u00e4gten Metropole. Auf der einen Seite repr\u00e4sentieren Bauten wie das Burgtheater oder das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum den kulturellen F\u00fchrungsanspruch der Monarchie und die Neue Hofburg die politische Macht des Kaiserhauses, auf der anderen Seite dokumentieren die Palais des Gro\u00dfb\u00fcrgertums, das Parlament, die B\u00f6rse oder der Musikverein das. wirtschaftlich wie kulturell erwachte Selbstverst\u00e4ndnis der gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Gesellschaft. Diese Doppelfunktion der Kultur im Fall <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-8885 size-full\" title=\"Hans Makart, Portr\u00e4t Karoline Gomperz, um 1870, \u00d6l auf Leinwand, 135 x 95 cm \u00a9 Salzburg Museum\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/hans-makart_portraet-karoline-gomperz_ex4822.jpg\" alt=\"Hans Markart, Frau Karoline Gomperz 1870, \u00d6l auf Leinwand 134 x 94,5 cm, InvNr 241\/67\" width=\"279\" height=\"399\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/hans-makart_portraet-karoline-gomperz_ex4822.jpg 279w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/hans-makart_portraet-karoline-gomperz_ex4822-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/>des Kaiserhauses als Symbol politischer Autorit\u00e4t, im Fall des Gro\u00dfb\u00fcrgertums als Zeichen wirtschaftlicher Macht l\u00e4sst sich an der Architektur der Ringstra\u00dfe ablesen. Demzufolge k\u00f6nnen die Raumausstattungen der Geb\u00e4ude als Ausdruck des jeweiligen kulturellen Selbstverst\u00e4ndnisses verstanden werden. Mit der Ausstellung Klimt und die Ringstra\u00dfe beabsichtigt das Belvedere daher, die Kunst der Ringstra\u00dfenzeit, ihre Sammler und ihre Sammlungen zu beleuchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die einzelnen Aspekte der Malerei, Plastik und Architektur bisher \u00fcberwiegend isoliert in wissenschaftlichen Darstellungen aufgearbeitet wurden, fehlen die Zusammenh\u00e4nge mit den Sammlernnd M\u00e4zenen der Ringstra\u00dfe, die weitgehend ausgeblendet wurden. Anhand von Ausstattungsbildern f\u00fcr \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude und Privatwohnungen lassen sich die unterschiedlichen k\u00fcnstlerischen Positionen vergleichen, Ausstellungsobjekte vermitteln Stilwandel und Kontinuit\u00e4ten. Gezeigt werden Werke der am Historienbild orientierten Schule Carl Rahls, des Farbenmagiers Hans Makart und des jungen, aufstrebenden Malers Gustav Klimt, der in der Ausstellung mit fr\u00fchen Referenzwerken vertreten ist, die H\u00f6hepunkt und Abschluss der Malerei der Ringstra\u00dfenzeit repr\u00e4sentieren. Heute umschreibt der Begriff \u201eRingstra\u00dfenzeit\u201c das Idealbild einer verkl\u00e4rten Vergangenheit. Mit der Ausstellung zum 150. Jubil\u00e4um der Er\u00f6ffnung der Ringstra\u00dfe unternimmt das Belvedere daher den Versuch, den k\u00fcnstlerischen Wandel w\u00e4hrend der sich \u00fcber 50 Jahre hinziehenden Bebauung der Ringstra\u00dfe erkennbar zu machen. Stetige Ver\u00e4nderung, Diskrepanz und Kontinuit\u00e4t sind letztlich die Kennzeichen dieser Zeit des rasanten industriellen Aufbruchs, der alle Bereiche, sei es \u00d6konomie, Politik, Gesellschaft oder Kunst, betraf. So werden in der Ausstellung Ausstattungsbilder f\u00fcr das Burgtheater und das Kunsthistorische Museum, Entw\u00fcrfe f\u00fcr die prunkvollen R\u00e4ume des Palais Epstein, Makarts Gem\u00e4lde f\u00fcr Nikolaus Dumbas Arbeitszimmer, Teile der Ausstattung von Dumbas Musikzimmer von Gustav Klimt und der K\u00fcnstler-Compagnie wie auch Mobiliar aus Makarts Besitz zu sehen sein. St\u00fccke aus dem Besitz von M\u00e4zenen wie Friedrich von Leitenberger und Nikolaus Dumba werden ebenso pr\u00e4sentiert wie Pretiosen aus den Sammlungen der Familie Bloch-Bauer. Die Ausstellung erlaubt einen differenzierten Blick auf eine Epoche, die mit ihren industriellen Produktions- und Reproduktionsmitteln die M\u00f6glichkeiten handwerklicher Erzeugung vielfach \u00fcbertraf und sich auf der Suche nach einem neuen k\u00fcnstlerischen Wertekanon befand. [ Unteres Belvedere-3. Juli bis 11. Oktober 2015, Foto: \u00a9 Belvedere]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"614\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor_juli.2015\" target=\"_blank\">DAS KUNSTMAGAZIN<br \/>\nKUNSTINVESTOR \u00a0Nr.\u00a07<br \/>\nAusgabe Juli\u00a02015<br \/>\n<\/a><\/strong><\/span><strong><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor_juli.2015\" target=\"_blank\">[DOWNLOAD-MAGAZIN]<\/a><\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/h4>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"435\"><a href=\"http:\/\/issuu.com\/kunstinvestor2015\/docs\/kunstinvestor_juli.2015\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/KUNSTINVESTOR-JULI-2015.jpg\" alt=\"KUNSTINVESTOR  JULI 2015\" width=\"465\" height=\"654\" \/><\/a><\/td>\n<td width=\"106\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"707\">\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans', sans-serif;\"><span style=\"font-size: 15px; letter-spacing: normal; line-height: 24.3000011444092px;\">___ ABO-BESTELLUNG ___<\/span><\/span><\/h3>\n<h3><a style=\"font-size: 15px; letter-spacing: normal; line-height: 24.3000011444092px;\" href=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/anmeldung-newsletter\/\"><span style=\"color: #333333; font-family: 'Open Sans', sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-8139 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung.png\" alt=\"abomeldung\" width=\"519\" height=\"102\" srcset=\"http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung.png 519w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung-300x59.png 300w, http:\/\/www.kunstinvestor.at\/aktuell\/wp-content\/uploads\/abomeldung-332x65.png 332w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/span><\/a><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans', sans-serif;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans', sans-serif;\">____________________________________________________<\/span><\/span><\/h3>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Boom der Gr\u00fcnderzeit entstand entlang der Wiener Ringstra\u00dfe eine F\u00fclle an Palais und \u00f6ffentlichen Prunkbauten. 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