Bank Austria Kunstforum – ´AIWASOWSKI´
Das ´Bank Austria-Kunstforum´ präsentiert die atemberaubenden Werke des russisch-armenischen Marinemalers Iwan Aiwasowski in einer Premiere
Aiwasowski(1817-1900), der bereits zu Lebzeiten eine Legende war, internationale Ausstellungserfolge feierte und der heute in Russland und der Ukraine jedem Kind ein Begriff ist, ist über die Landesgrenzen hinaus ein weitgehend unbekannter Künstler. Er entstammte einer armenischen Familie(Howhannes Aiwasowski), geboren in der Hafenstadt Feodossija (heutige Ukraine) an der Krim-Halbinsel, studierte Malerei an der Kaiserlichen Akademie in St. Petersburg und wurde Hofmaler bei Zar Nikolaus I. Den Weitgereisten – er begleitete als Marinemaler die militärischen Truppen des Zaren – trieb es jedoch immer wieder zurück in seine Heimatstadt am Schwarzen Meer. In Aiwasowskis malerischem Werk ist die Urgewalt des Meeres zentrales Sujet: Es ist der Ozean, der alles Leben speist, dem aber auch eine katastrophale Kraft innewohnt. Dabei will der Maler keine Momentaufnahme zeigen, sondern vielmehr eine allgemeingültige Aussage treffen.
Die Symbolik eines Schiffs auf hoher See bedeutet eine Allegorie auf den menschlichen Lebensweg. Beruhigte, sonnen- und mondbespiegelte Wasseroberflächen wechseln mit aufbrausendem Sturm und tosender Gischt. Maritime Küsten und Landstriche, Stadtansichten, Schiffsmanöver, mythologische Szenen sowie gigantische Wellenbilder, die den Betrachter mitten ins Bild katapultieren, finden sich gleichermaßen in seinem Repertoire. In rasendem Arbeitstempo bannte Aiwasowski Licht, Wasser und Luft auf großformatige Leinwände. Oft wurde er deshalb mit William Turner verglichen: In der Tat kannten die beiden Künstler die Arbeiten des anderen und schätzten einander. Wie Turner arbeitete auch Aiwasowski nicht nach der Natur sondern dem Gedächtnis und meinte:
“Die Bewegungen der lebendigen Natur sind nicht mit dem Pinsel zu erfassen. Deshalb muss der Maler dies alles im Gedächtnis behalten.”
´Aiwasowski – Maler des Meeres´ ist die erste große Schau Aiwasowskis in einem mitteleuropäischen Ausstellungshaus und zeigt einen Querschnitt seines spektakulären Schaffens. Als Leihgeber dieses ehrgeizigen Ausstellungsprojekts fungieren die Aiwasowski-Galerie Feodossija, das Staatliche Russische Museum, das Museum Peterhof und das Marinemuseum Sankt Petersburg, das Museum Russischer Kunst Kiew, die Tretjakow Galerie Moskau sowie zahlreiche Privatleihgeber. Viele der beeindruckenden großformatigen Meeresbilder verlassen für diese Ausstellung zum ersten Mal ihre Heimatmuseen. Die Ausstellung wird von Ingried Brugger und Lisa Kreil kuratiert.
Ausstellung von 17. März bis 10. Juli 2011 täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 21.00 Uhr. Bank Austria Kunstforum- 1010 Wien, Freyung 8
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