„FLOTTE FLOTTE“ – Auktion „Klassische Fahrzeuge und Automobilia“ am 23. Juni im Dorotheum Wien Vösendorf

Grandioses Angebot, mehr als die Hälfte ohne Limit

Oldtimer sehen großartig aus. Man kann sie benutzen und zeigen. Und sie sind noch dazu eine Wertanlage. Eine flotte Flotte aus rund 100 solch rollender Investments, die größte und beste, die es je im Dorotheum gab, gilt es im Fahrzeug und Technik Zentrum Wien in Vösendorf am 23. Juni 2018 zu bestaunen – und zu ersteigern. Mehr als die Hälfte der Autos wird ohne Limit angeboten.

Der Stern über all dem Angebot trägt auch einen: der in elfenbeinfarben gehaltene, zeitlos elegante Mercedes-Benz 300 SL Roadster. In seinem Baujahr 1960 glänzte er als Ausstellungswagen auf der London Motor Show. 40 Jahre lang war diese in sensationell unrestauriertem Zustand befindliche Autolegende bei einem österreichischen Besitzer. 850.000 bis eine Million Euro soll das 215 PS starke Gefährt seinem neuen Gefährten wert sein.

Roadster auf Italienisch kommt als „Spyder“ daher. Genauer gesagt als 1966 aus der Taufe gehobener Maserati Mistral Spyder 3700, einer von nur 125. Das Modell ist ein Stück italienischer Automobilgeschichte, das in der Auktion offerierte Exemplar steuerte Alberto Sordi durch den Film „Scusi, Lei è favorevole o contrario?“ Dieser Maserati ist eines der aufregendsten Cabrios, das jemals gebaut wurden, vereint es wohl Rennsporttechnik im Maßanzug und eine Überdosis Dolce Vita (€ 550.000 – 670.000). Selten kam der Wind so heiß daher wie mit dem nach dem Wüstenwind Ghibli genannten Maserati Ghibli 4700 (€ 140.000 – 200.000).

Sie mach(t)en das Rennen
Eine Rennlaufbahn bis in die 1950er Jahre kann ein seltenes frühes Fahrzeug aus 1938 vorweisen, darunter die Mille Miglia 1938, 1947 und 1948: Die Lancia Aprilia Spider Touring. Mit der neapolitanischen Rennfahrerlegende Luigi Bellucci wurde der bauchige Silberpfeil 1939 italienischer Meister (€ 360.000 – 480.000).

Stellvertretend für die wie immer beeindruckende Porsche-Offerte sei hier der Porsche 911 Carrera RS aus dem Jahr 1972 genannt. RS steht für Rennsport. Es ist eines der ersten 500 Homologationsmodelle – also jener Fahrzeuge, die vom Hersteller für die Zulassung zum Motorsport gefertigt werden mussten. Jahrelang in den Händen der besten Porsche-Kenner, soll der Traum von einem Auto mindestens 420.000 bis 540.000 Euro bringen. Auf seine Fersen heftet sich der 2011 gebaute Porsche 997 Speedster, die Nummer 333 von 356 (€ 240.000 – 320.000). Eleganz und Klasse vereint das so genannte BMW 327/28 Sport-Kabriolett von 1939, eine Ode an die Stromlinie (€ 180.000 – 240.000).

Doch nicht nur in Superlativen schwelgt diese wohl beste Oldtimer-Auktion bis dato, auch kleinere Juwelen für kleinere Börsen halten sich bereit. Etwa der extrem rare Alfa Romeo Romeo T10 (€ 35.000 – 45.000), der 1965 Citroen DS 19 „MA“ Prefecture (€ 16.000 – 24.000) oder, ein österreichisches Kulturgut, der knallrote 1964 Puch 500 D (€ 7.000 – 10.000). Für museale Freuden bietet sich die originalgetreue Rekonstruktion des 1931 erstmals gebauten Pur Sang Bugatti Type 51 an (€ 120.000 – 200.000). (Foto: © Dorotheum)

KATALOG Klassische Fahrzeuge Auktion 23. Juni 2018

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