Bedeutende Arbeiten von Egon Schiele bei der November-Auktionswoche des Dorotheum

Außergewöhnliche Arbeiten von Egon Schiele (1890 – 1918), des wohl bedeutendsten Künstlers der internationalen Moderne, zählen zu den Höhepunkten der Dorotheum-Auktionswoche im November. In der Auktion „Klassische Moderne“ am 26. November 2019 wird die Gouache „Frau mit erhobenen Armen“ versteigert. Das Werk ist zwischen 900.000 und 1.600.000 Euro geschätzt. Angeboten wird auch das Aquarell „Seitlich liegendes Mädchen mit hochgestreiftem Rock“ (€ 400.000 – 600.000). Die Darstellung einer „Frau mit erhobenen Armen“ ist mit 1914 datiert, einem markanten Jahr in Egon Schieles kurzem Leben. Er hatte einen neuen Mäzen gefunden, ein Händler stellt ihm seine erste Einzelausstellung in Aussicht und er heiratet nach Jahren wilder Ehe mit Wally Neuzil die Bürgerliche Edith Harms. Dies hat auch stilistischen Einfluss auf den radikalen Expressionisten, schreibt Jane Kallir, die bedeutende Schiele-Expertin und Autorin des 1990 veröffentlichten Werkverzeichnisses, über die Arbeit, eine Studie zum Gemälde „Junge Mutter“. Er lege mehr Wert auf die formale Betrachtung der weiblichen Figur, er stilisiert sie. Die unregelmäßige Linienführung und die stichartigen Striche hätten den paradoxen Effekt die Plastizität der Figur zu erhöhen (€ 900.000 – 1.600.000). Zur Schiele-Offerte zählt auch ein bis dato noch unbekanntes vierseitiges eigenhändiges Manuskript des Künstlers, ein Manifest über das Wesen der Kunst (€ 20.000 – 40.000). (Foto: Dorotheum)

EGON SCHIELES UNBEKANNTES KUNSTMANIFEST
Kunsttheorie, Schriftkunst, Sprachkunst, Hymne auf die Kreativität: Schieles
Schreiben vom
17. Juli 1911 bei Dorotheum-Auktion am 26. November 2019

„Es gibt keine moderne Kunst, es gibt nur eine Kunst und die ist immerwährend.“ Mit diesem legendären Einleitungssatz, der drei Jahre später im Manifest „Die Kunst – der Neukünstler“ in leicht veränderter Form publiziert werden sollte, eröffnet Egon Schiele seine furiose Beschwörung der Genialität, der Subjektivität und der absoluten Freiheit des Künstlers und der Kunst. Der Satz entstammt Schieles vier Seiten umfassendem Kunstmanifest, welches das Dorotheum am 26. November 2019 im Rahmen der Auktion „Moderne Kunst“ versteigern wird. Der Schätzwert beträgt 20.000 bis 40.000 Euro. Das Schreiben an einen unbekannten Adressaten vom 17. Juli 1911 gerät ihm, der als gerade 21-Jähriger bereits zu seiner ureigenen expressionistischen Bildsprache gefunden hat, zu einem Manifest der Kreativität und der Göttlichkeit der Kunst: „Das Kunstwerk kann man nicht besehen, sondern man kann nur hineinschauen können, und dazu sind wenige begabt, ich danke Gott. Die Menge ist natürlich unmaßgebend für das Kunstwerk, der Große ist einzig. Immer ein großer Mensch führt die Masse. Das wirkliche Kunstwerk ist die Offenbarung einer speziellen Künstlernatur, der Gegenstand ist gleichgiltig, er ist unsterblich […] Die Göttlichkeit der großen Kunst wird deshalb immer unsichtbarer, weil man glaubt die Masse könne urteilen […] Urteilen muss der Künstler selbst über sich, ein Zweiter kann überhaupt nicht urteilen, weil er zu klein ist dazu! Nur ein Größerer könnte urteilen, also muss der ein höherer Künstler sein“. Das kalligrafisch streng stilisierte Schreiben bietet uns, wie kaum etwas anderes, tiefe Einblicke in das Selbstverständnis und in die Psyche des Menschen und Künstlers Egon Schiele. (Foto: Dorotheum)

 
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