DAMENWAHL

23. – 25. Oktober 2018 Auktionswoche mit Alten
Meistern, Gemälden des 19. Jahrhunderts, Antiquitäten und Juwelen Marktsensationen von Artemisia Gentileschi, Anthonis van Dyck u. v. a.

 

Vom 23. bis 25. Oktober 2018 heißt es in der großen Auktionswoche des Dorotheum ´Bühne frei´ für Alte Meister sowie Gemälde des 19. Jahrhunderts, für Antiquitäten und erlesene Juwelen. Ob heroisch, romantisch oder himmlisch: Diesmal stehen Frauen nicht nur als Bildmotiv im Mittelpunkt, sondern auch als Künstlerinnen. Außergewöhnlich und eine Seltenheit bei der Auktion Alte Meister am 23. Oktober 2018 ist das Bildnis der Lucretia, dramatisch in Szene gesetzt von Artemisia Gentileschi, einer der ersten in die Kunstgeschichtsschreibung eingegangenen Malerinnen. Das Gemälde wird erstmals in einer Auktion angeboten (Schätzwert € 500.000 – 700.000, siehe Link zur Pressinformation). Aus derselben europäischen Privatsammlung wie das Gemälde von A. Gentileschi kommt weitere Lucretia-Darstellung einer alten Meisterin, und zwar der Neapolitanerin Diana de Rosa.

Dame mit Geheimnis: Als ebenso sensationell darf man auch ein Porträt von Anthonis van Dyck einstufen. Sein „Damenbildnis mit Papagei“ stellt einen bis dato nicht dokumentierten Neuzugang zum Werkkorpus des berühmten, durch Rubens‘ Unterstützung zum gefragtesten Porträtmaler Europas zählenden Künstlers dar. Besonders in den Details, etwa der Halskrause, durch die der Stoff darunter durchschimmert, zeigt sich die Meisterschaft des Malers. Über die Identität der Dame mit zwei unterschiedlich gefärbten Augen kann nur spekuliert werden, eventuell handelt es sich bei der Dargestellten um die Ehefrau eines der ehemaligen Besitzer des Bildes. Das auf Holz gemalte Bildnis ist in perfektem Zustand (€ 300.000 – 500.000).Drei Größen der Bologneser Malerei geben ebenfalls ihr Stelldichein: Donato Creti – mit „Christus im Haus mit Maria und Martha“ – Guido Reni („Fortuna mit Geldbeutel“) und Guiseppe Maria Crespi („Die büßende Maria Magdalena“) vereinen klassische Idealität mit Naturalismus (€ 80.000 – 120.000, € 300.000 – 400.000, € 150.000 – 200.000).Der Name Brueghel darf in keiner Altmeister-Auktion fehlen. Bemerkenswertes Detail bei einem „Blumenarrangement in einem Korb mit Tazza“, gemalt von Jan Brueghel II.: Es zeigt Blumen, die zu ganz unterschiedlichen Jahreszeiten blühen. Sie zusammen in einem Bouquet zu sehen, ist aus botanischer Sicht unmöglich (€ 180.000 – 250.000). Sein Vater, Jan Brueghel I., hat sich indes einer nicht ganz so dekorativen, aber nicht weniger faszinierenden Thematik gewidmet: In seiner auf Kupfer gemalten 26 x 36 cm großen „Hölle“, einer düster-grellen Szenerie, werden die Sünder in allen Varianten bestraft (€ 250.000 – 350.000). Diverse verrätselte Stillleben setzt die 1608 datierte „Allegorie des Winters“ von Sebastian Vrancx mit einer Landschaftsszene in spannenden Zusammenhang (€ 140.000 – 180.000). 

Süße Träume- Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts 24. Oktober 2018: Gleich zwei bedeutende Bilder von Ferdinand Georg Waldmüller, die „Briefleserin“ und die „Kinderzärtlichkeit“, stehen bei der Dorotheum-Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts am 24. Oktober 2018 im Rampenlicht. Waldmüller erweist sich bei der „Briefleserin“ als Meister der Lichtregie: Das Bild befindet sich seit den 1950er Jahren in deutschem Privatbesitz (€ 280.000 – 350.000, „Kinderzärtlichkeit“ € 140.000 – 180.000).

Rote Farben: Von einem u. a. in der Tretjakov Galerie in Moskau und in der Eremitage in St. Petersburg sowie in den größten Museen der ehemaligen UdSSR vertretenen russischen Landschafts-, Porträt- und Genremaler Maler Abram Efimovich Arkhipov (1862 – 1930), stammt „Bauersfrau im roten Kleid“. Arkhipov arbeitete seit 1916 an seinem Lieblingsthema: Bäuerinnen in Rot. Rot als Ausdruck des Schönen, als schöne Farbe schlechthin, ist eine im volkstümlichen russischen Bewusstsein verankerte Vorstellung. Der Malstil, die Art der Darstellung der Person und die Kleidungsdetails weisen auf die Entstehung des Bildes um 1920 hin. Arkhipov war aktives Mitglied der Genossenschaft für Wanderausstellungen, der Union der russischen Künstler und der Assoziation der Künstler des revolutionären Russlands. Die deutschen Besitzer erhielten das Bild in den 1970er Jahren als Geschenk der Regierung der UdSSR (€ 150.000 – 250.000). 

Schönheiten: In die Belle-Époque entführen John William Godward und Vittorio Matteo Corcos. Godward gilt als einer der besten klassischen Historienmaler des 19. Jahrhunderts, mit direkten Bezügen zur griechisch-römischen Antike. Das Mittelmeer im Hintergrund und der tiefblaue Himmel sind Elemente, die regelmäßig in Godwards opulenten Bildern – so auch in „Süße Träume“, im Porträt einer jungen römischen Schönheit – auftauchen (€ 160.000 – 180.000). Vittorio Matteo Corcos, bereits zu Lebzeiten tituliert als der „Maler der hübschen jungen Frauen“, hält in „Dis-moi tout!“ („Erzähle mir alles!“) einen gefühlvollen Moment fest. Eine junge Dame blickt auf ein Schiff in der Ferne, das ihren Liebsten davonführt, während ihre Freundin ihre Hand hält (€ 200.000 – 300.000).

Das Bild hat eine interessante Geschichte: Als Corcos es im Jahr 1883 malte, arbeitete er für den französischen Kunsthändler Adolphe Goupil. Dessen Galerie wurde 1861 gegründet und später in Boussod und Valadon umbenannt. Theo van Gogh, Vincents Bruder, kaufte das Bild für die Galerie Goupil gemeinsam mit dem Gegenstück „Nous verrons!“ („Wir werden sehen!“). Beide Gemälde wurden nacheinander an einen amerikanischen Kunsthändler verkauft. 1884 ließ die Galerie Boussod, Valadon & Cie farbige Reproduktionen der beiden Gemälde anfertigen, um so ein größeres Publikum zu erreichen. So erregte Corcos internationale Aufmerksamkeit unter der wachsenden Schicht reicher, amerikanischer Kunstsammler, die Paris besuchten. Unter den weiteren Künstlern der Auktion: Olga Wisinger-Florian, Ivan K. Aivazovsky, Giuseppe De Nittis, Ipolito Caffi, Rudolf Ernst….

.Formschön- Antiquitäten-Auktion 25. Oktober 2018: Antikes Silber, Glas und Porzellan sowie historische Möbel, etwa ein Empire Nähtischchen, werden in der Antiquitäten-Auktion am 25. Oktober 2018 versteigert. Im Bereich Porzellan überzeugt u. a. eine für die Weltausstellung in Paris 1900 gefertigte KPM-Deckelvase. Sie wurde von Paul Miethe, dem Malereivorsteher der Porzellanmanufaktur, mittels so genannter Weichmalerei, einer besonderen Art der Berliner Blumenmalerei, verziert (€ 70.000 – 120.000). Highlight bei den Juwelen am 24. Oktober 2018: Ein von A. E. Köchert gefertigtes Diamantdiadem aus dem Hause Habsburg. Das mit insgesamt 40 ct. Diamanten besetzte Stück ist in sieben Broschen teilbar (€ 60.000 – 120.000, siehe Link zur Presseinformation). Foto: © Dorotheum

 
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