Die Kraft des Alters

Kein Lebensabschnitt ist in unserer Gesellschaft mit derart kontroversiellen Zuschreibungen besetzt wie das Alter. Während einerseits die Werbeindu-strie neue verheißungs-volle Begriffe wie Woopies, Best Agers oder Medioren für die anwachsende Käuferschicht jenseits der 65 findet, sind Personen schon ab 50 auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar. Die Filmindustrie zeigt uns rüstige Junggebliebene, die Kosmetikindustrie unterstützt den vorherrschenden Jugendkult mit unzähligen Anti- Aging-Produkten. Künstlerinnen und Künstler haben in diesem Diskurs rund um das Alter oft Gegenentwürfe zum gängigen Modell. In Die Kraft des Alters werden zahlreiche historische und aktuelle künstlerische Zugänge rund um das Thema Alter gezeigt. Bis 4. März 2018 ist im Unteren Belvedere die erste medienübergreifende Ausstellung zu dieser hochaktuellen Thematik zu sehen. Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere: „Es ist eine der großen Fragen unserer Zeit, wie wir mit dem Älterwerden umgehen, zumal die Lebenserwartung deutlich zunimmt. Statt Wertschätzung für das Alter besteht reale Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Ausstellung im Belvedere zeigt Bilder des Alters, die Stärke, Schönheit und Freude vermitteln: die Kraft der späten Jahre.“ Man müsse schon sehr lange leben, „um jung zu werden”, meinte Pablo Picasso, der in seinen letzten beiden Lebensjahren an die 200 Werke schuf und mit 91 Jahren starb. Picasso ist nur einer von 105 Künstlerinnen und Künstlern, deren insgesamt 174 Werke in der aktuellen Ausstellung des Belvedere zu sehen sind. Sie alle stellen sich den drängenden Fragen, die das Alter(n) in unserer Gesellschaft aufwirft. Denn Alter ist nicht nur ein biologischer Prozess, sondern auch eine kulturelle Konstruktion. Es wird gegenwärtig nicht als natürlicher Lebensabschnitt wie Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter erfasst. Begriffe wie „Anti-Aging“ beschreiben das Altern als etwas Pathologisches, das therapiert werden muss. In unserem aktuell vorherrschenden, defizitären Altersmodell werden alte Menschen weitgehend marginalisiert. Dabei trifft das „Doing-aging“ Frauen ungleich härter als Männer.

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Gemäß einem seit Jahrhunderten gültigen Schönheitsideal werden sie immer noch vorrangig nach ihrer Jugendlichkeit beurteilt, schneller als alt wahrgenommen und früher aus der öffentlichen Wahrnehmung gefiltert. Kuratorin Sabine Fellner stellt die Frage: „Braucht unsere Gesellschaft Nachhilfe darin, wie man den letzten Lebensabschnitt bewältigt, und wenn ja, warum? Fehlen etwa die richtigen Leit- und Vorbilder? Hat die Kunst neue, „Alter-native“ Entwürfe anzubieten?“ Die Zukunftsforschung entwickelt längst eine neue Sicht auf das Alter. Statt die „Vergreisung“ der Gesellschaft zu beklagen, fordert sie eine Neudefinition der Lebensphasen und eine „Altersbejahung“, die die Vorteile der zunehmenden Lebenserwartung aufzeigt. Ebenso haben Kunstschaffende eine alternative Sicht auf den letzten Lebensabschnitt und illustrieren, dass Alter tatsächlich auch für Erfahrung, Lebensweisheit, Macht, Kontemplation, Würde, Lebenslust, Triumph über gesellschaftliche Konventionen und Produktivität steht. So entwickelte Maria Lassnig ihre Malerei bis zu ihrem Tod im Alter von 95 Jahren beständig weiter und Künstler_innen wie Arnulf Rainer, Daniel Spoerri, Joan Semmel oder Margot Pilz sind jenseits der Achtzig ungebrochen produktiv. In der vorliegenden Ausstellung werden überlieferte Traditionen der Darstellung auf Geschlechterrollen und Rollenzuweisungen überprüft. Gegenwärtige Diskurse werden spezifischen Bildern des Alter(n)s der letzten rund hundert Jahre gegenübergestellt. Anhand von sechs Themenkomplexen – Ewige Jugend/stolzes Alter, Vergänglichkeit, Einsamkeit/Verbundenheit, neue Freiheit, Muße und Erinnerung – werden neue Perspektiven auf das Alter gezeigt. Jenseits von Altersverklärung und Alterspessimismus gelingt es Künstler_innen, Chancen wie auch Grenzen des Alterns realistisch differenziert wahrzunehmen, und jene Qualitäten herauszufiltern, die speziell das Alter besitzt. Mittels unterschiedlicher künstlerischer Medien veranschaulichen sie kritisch, einfühlsam, aber auch mit Ironie, Witz und Humor, wie das Alter in all seinen Facetten auf wertschätzende Weise in unser Leben integriert und wie Solidarität und Verbundenheit zwischen den Generationen gelebt werden kann. Die mit internationalen Positionen zusammengestellte Schau präsentiert neben zahlreichen Werken aus der eigenen Belvedere Sammlung hochkarätige Leihgaben aus in- und ausländischen Museen und Sammlungen. (Foto: Belvedere)

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