Ressler Kunst Auktionen: „Frauen in die Kunst!“

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Künstlerinnen sind am Kunstmarkt stark unterrepräsentiert
Ressler Kunst Auktionen veranstaltet am 23. Jänner 2017 erstmals eine Auktion, in der ausschließlich die Werke von Künstlerinnen präsentiert werden. Angeboten werden mehr als hundert Kunstobjekte mit einem Gesamt-Ausrufpreis von € 800.000. Bei der Auktion können nicht nur Werke etablierter Künstlerinnen wie Maria Lassnig, VALIE EXPORT, Martha Jungwirth, Xenia Hausner, Eva Schlegel und Elke Krystufek ersteigert werden, sondern auch Werke von Malerinnen und Bildhauerinnen, die bisher nicht so sehr im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit standen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhundert waren Frauen von jeder akademischen Ausbildung, auch der künstlerischen, ausgeschlossen. Noch weit hinein ins 20. Jahrhundert durften Frauen an den Veranstaltungen der Kunstakademien zur Aktmalerei nicht teilnehmen – und waren damit von einer Voraussetzung für wesentliche Bereiche der Malerei ausgesperrt. Es ist kein Zufall, dass Künstlerinnen wie Tina Blau, Marie Egner und Olga Wiesinger-Florian Blumen und Landschaften malten, während ihren männlichen Kollegen alle Wege offen standen. Noch 1918 konnte man in einem Gutachten der Münchner Akademie lesen, dass „freie Komposition und monumentale Aufgaben der Veranlagung der Frau weniger entsprechen“. Und der berühmte Kunsthistoriker und Schiele-Biograf Arthur Roessler schrieb: „Von Frauen mit der Spachtel maurermäßig derb hingestrichene Bilder sind mir und den meisten Männern ein Gräuel.“ Selbst als sich die Gleichstellung der Frau auf allen Gebieten durchzusetzen begann, wurden Frauen noch immer auf „harmlose“ Gebiete der Malerei abgedrängt. Dann kamen die Nazis und mit ihnen ein Frauenbild, das eine ernsthafte Arbeit als bildende Künstlerin überhaupt ausschloss. Die geschlechtsspezifische Unterdrückung von Künstlerinnen ging nach 1945 fröhlich weiter und lässt sich in unsäglichen Kommentaren von Kunstkritikern nachvollziehen.

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Diese Einschränkung und Missachtung ist bis heute nicht völlig ausgeräumt. In den Galerien, den nationalen wie internationalen Rankings sind Künstlerinnen deshalb deutlich in der Minderheit – obwohl mittlerweile die Mehrzahl der Galerien von Frauen geleitet wird. Bei Artfacts, wo die Ausstellungsintensität von Künstlerinnen und Künstlern weltweit beobachtet und gemessen wird, sind unter den Top 100 nur 12 Frauen – darunter immerhin als Valie Export. Das Trend Kunstranking 2016 weist einen Frauenanteil von 30 % auf – die meisten auf den hinteren Rängen. Und beim GEWINN Kunstbarometer waren es gar nur 22 %. Es dauerte bis 1980, ehe die erste Professorin an eine Kunstuniversität (und zwar im gesamten deutschen Sprachraum) berufen wurde: Es war Maria Lassnig. Und bis dahin war die Bereitschaft der ausnahmslos männlichen Professoren, Frauen als Schüler aufzunehmen, enden wollend. Mittlerweile beginnt sich freilich die Überzeugung durchzusetzen, kann. Und da haben Künstlerinnen gute Karten. Die Bilder von Maria Lassnig etwa erzielten mittlerweile international die mit Abstand höchsten Preise unter den österreichischen Künstlern nach 1945. (Bei der Art Basel wurde eines ihrer Bilder um sagenhafte 1,2 Millionen verkauft.) Und Museen in aller Welt reißen sich um Ausstellungen mit ihren Werken. Die mit dem Goldenen Löwen von Venedig für ihr Lebenswerk ausgezeichnete Maria Lassnig war weltweit eine der ersten Künstlerinnen, die weibliche Positionen in der Kunstwelt und in der Gesellschaft reflektierten und den Einfluss des weiblichen Körpers auf Lebensentwurf und Biographie einer Künstlerin drastisch und offen darstellten. Ihre Körperbewusstseinsbilder, im Grunde Selbstporträts, erzeugen, angereichert mit surrealen Elementen, eine eigenartige und ganz spezifische Schwebe zwischen Nähe und Fremdheit. Valie Export wurde lange Zeit für ihre Radikalität kritisiert, mittlerweile gilt sie als Ikone des Feminismus und Pionierin im Bereich Medienkunst. Die bedeutendsten Museen der Welt haben Werkblöcke von VALIE EXPORT erworben, darunter das Centre Pompidou in Paris, das Museum of Modern Art in New York und die Tate Modern in London. Sie ist unbestritten eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Welt.

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Martha Jungwirth wird gerade wiederentdeckt – endlich! Mit Franz Ringel, Peter Pongratz, Wolfgang Herzig, Robert Zeppel-Sperl und Kurt Kocherscheidt stellte sie 1968 ihre Bilder in der legendären, von Otto Breicha initiierten Secessions-Ausstellung mit dem Titel „Wirklichkeiten“ aus. Die Gruppe reklamierte gegenüber dem damals international dominierenden Informel eine gesellschaftsrelevantere, realistische Malerei. Elke Krystufek untersucht in ihren Zeichnungen und Malereien sowie in Installationen, Performances und in den visuellen Medien wie Video und Fotografie die Phänomene Macht, Verfügbarkeit, Kommunikation, Diskriminierung, Sex, Gewalt, Schönheit, Freizeit und Popkultur. Und Eva Schlegel steht – neben ihrer gesellschaftspolitischen Kritik – für die Auseinandersetzung mit der Materie und ihren Möglichkeiten. Die Künstlerin untersucht die körperliche Beschaffenheit der von ihr verwendeten Materialien ebenso wie deren immaterielle Seite, die sich in Deutungen oder Konnotationen verschlüsselt. Da trifft sie sich mit Xenia Hausner, die bei einem Interview im „Standard“ sagte: „Ich will hinter die Oberfläche sehen. Die ganze Palette der menschlichen Abgründe. Ich komme darauf, wie jemand ist, und je länger ich hinsehe, desto mehr Aspekte finde ich. Ich schaue mich zu Tode.“ Neben diesen „Stars“ der heimischen – und längst auch internationalen – Kunstszene bietet die Auktion Werke von Florentina Pakosta, Deborah Sengl, Zenita Komad, Adi Rosenblum, Barbara Mungenast, Seva Chkoutova, Bianca Regl, Johanna Kandl, Hildegard Joos und vielen anderen Künstlerinnen, die bereits weit über die Grenzen unseres Landes hinaus Aufmerksamkeit erregen und auf dem Sprung zum internationalen Durchbruch stehen. Und nicht zuletzt werden auch Werke von international etablierten Künstlerinnen offeriert, wie Louise Bourgeois und Rebecca Horn. Foto: © Ressler Kunst Auktionen

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