Glänzende Investments – Dorotheum-Auktionen mit exquisiten Juwelen und Armbanduhren-Klassikern am 5. und 7. Juni 2019

Exklusive Diamanten und seltene Farbsteine sind ein beliebtes Investment. Kriterien für Anlage-Juwelen sind neben der Carat-Zahl auch die Seltenheit, die Farbe und die Reinheit. Steine, die unbehandelt sind, erfreuen sich größter Beliebtheit.Die Dorotheum Juwelen-Auktion am 5. Juni 2019 bietet rund 200 exquisite Juwelen aus mehreren Epochen und Stilrichtungen und offeriert dabei einige außergewöhnliche Steine. Versteigert werden Brillantsolitär-Ringe, darunter ein Ring mit einem 6,68 ct.-Brillanten (€ 40.000 – 60.000). Ein Altschliff-Diamantring mit insgesamt ca. 7 ct. ist ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts zu datieren (€ 40.000 – 60.000). Mehr als insgesamt 11 ct. bringt ein Paar Brillantohrstecker auf die Waage. Die beeindruckenden Steine weisen keine Anzeichen von Fluoreszenz auf, die Schätzung liegt bei 120.000 bis 160.000 Euro. Auffallend ist ein Paar Ohrringe mit Diamanten, in dessen Mittelteil zwei unbehandelte Burma-Saphire– in Pink und Blau – von je ca. 4,9 ct. verarbeitet sind (€ 10.000 – 12.000). Französischer Chic: Mit insgesamt 12 Carat Achtkantdiamanten und einem 100carätigem Rubellit besetzt ist ein Platin-Collier, das mit 12.000 bis 18.000 Euro bewertet wurde.(Foto: © Dorotheum)

Armbanduhren-Klassiker Auktion am 7. Juni 2019

Mit einem Schwerpunkt von Uhren aus Glashütte sowie Rolex, Patek Philippe und Omega startet die Dorotheum Auktion von Luxusuhren. Mehr als 200 Armband- und Taschenuhren werden am 7. Juni 2019 versteigert. Eine Besonderheit ist eine Audemars Piguet Royal Oak Offshore, eine sportliche Edelstahl-Armbanduhr mit ewigem Kalender, die Nr. 9 einer limitierten Auflage, die mit einem Schätzwert von 20.000 bis 30.000 Euro angeboten wird. Für Sammler von klassischen, komplizierten Uhren mit großer Geschichte findet sich eine Breguet Grand Complication Tourbillon mit einem Schätzwert von 24.000 bis 30.000 Euro in dieser Auktion.
Feinstes Porzellan aus Meissen sowie Gold wurden von Glashütte Original für das Zifferblatt dieser streng limitierten Ausgabe verwendet. Der Schätzwert der feine Armbanduhr liegt bei 8.000 bis 12.000 Euro. (Foto: © Dorotheum)

Contemporary Week im Dorotheum mit moderner und zeitgenössischer Kunst, Juwelen, Armband-und Taschenuhren

Zeitgenössische Kunst | Teil I: 5. Juni, Teil II: 6. Juni 2019: Er vergötterte Stars und war selbst einer: Andy Warhol. Er riet auf die Oberfläche seiner Bilder zu sehen, da sei nichts dahinter. Metaphysik müssen schon die Betrachter herstellen. Autounfälle oder elektrische Stühle als Bildsujets waren dennoch ein Kommentar, gleichfalls seine massenhaft reproduzierte ewig lächelnde, maskenhafte Marilyn, eine tragische Diva. Das am 5. Juni im Dorotheum angebotene Bild des Pop-Artisten zeigt eine Reihe von reproduzierten Fotos von Judy Garland and Liza Minelli, wie auf einer Pinwand aufgereiht. Alle 13 Fotos sind gestellt und inszeniert. Beide Frauen, Mutter und Tochter, waren Kinderstars und gelangten früh zu Weltruhm ­– mit allen unerwünschten Nebenwirkungen. Warhols Bild entstand 1978, zu einer Zeit, als er und, die mit ihm gut befreundete, Liza Minelli das legendäre Studio 54 in New York frequentierten. Von diesem Bild, das mit einem Schätzwert von 280.000 bis 420.000 Euro in die Auktion geht, existieren insgesamt drei farbig unterschiedliche Varianten. Abhängigkeiten- Warhols Marilyn machte eine Ikone des 20. Jahrhunderts auch zur Kunst-Ikone. Franz West steckte 1981 zwei der Warhol’schen Marilyn-Postkarten gemeinsam mit einem überarbeiteten Foto der Wiener Galeristinnen Heike Curtze, Ursula Krinzinger und Grita Insam, in einen mit Gips geformten, amorphen Franz-West-Rahmen. Titel der Arbeit: Suchtgiftabhängiger (€ 25.000 – 45.000). Fotos von Massenprodukten stellt er ebenfalls Abbildungen von Protagonisten des Wiener Kulturlebens in seiner Visuellen Analyse aus 1974 gegenüber. Laut Eva Badura-Triska thematisiert West die soziale Rolle von Kulturschaffenden und deren Rolle als Stars oder Outsider in der Gesellschaft. Für die Collage erwartet man zwischen 25.000 und 45.000 Euro.

Archaisch- Frühe Höhlenmalerei, Graffiti, Kinderzeichnungen oder Arbeiten von psychisch Kranken – all diese Elemente faszinierten Jean Dubuffet und fließen stilistisch in seine Werke ein. Er betreibt so etwas wie eine Archäologie der menschlichen Seele. Vom so genannten Vater der einflussreichen Kunstrichtung „Art Brut“, der rohen, direkten und „ursprünglichen“ Kunst, werden bei der Dorotheum-Auktion drei Arbeiten angeboten. Stilisierte Figuren sind bei Paysage avec personnage (Landschaft mit Personen) in die Landschaft eingeschrieben, vereinen die Erde und seine Bewohner (€ 300.000 – 400.000). Tete (Kopf) ist auf das Wesentliche reduziert und gleichzeitig universell, Buisson au papillon zählt mit seinen Versatzstücken aus Blättern und anderem organischem Material zu Dubuffets Serie „Materiologies“. An Farbstrahlen und Kristalle erinnern die raffinierten Farbgitter-Bilder von Piero Dorazio. Eine Elfenbeinturm benannte Arbeit aus 1957 betont die Vertikal- und Horizontalstruktur der Komposition und schafft ein Netz, der den Raum neu erfindet. „Der Elfenbeinturm drückt die Isolation aus, Grundbedingung für einen kreativen Akt“, so der Katalogtext (€ 180.000 – 260.000). Von der Form der Wüstenrose abgeleitet ist die runde Bronzeskulptur von Arnaldo Pomodoro. Die Bronze mit 60cm Durchmesser soll, so der Künstler, einen „dialektischen Prozess zwischen unendlichem Raum und organischer Struktur“ schaffen (€ 200.000 – 300.000). Den Akt des Malens stellt Informel-Protagonist Hans Hartung in den Mittelpunkt seiner aufs Wesentliche konzentrierten Arbeiten. Von den ZERO-Künstlern überzeugen auch diesmal Arbeiten von Otto Piene, Günther Uecker hier eine streng geometrische „Reihung“ von 1970 (€ 400.000 – 600.000) – oder Heinz Mack. Unter den weiteren Künstlern: Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Heimo Zobernig, Ilya Kabakov, Alex Katz, Jonas Burgert, Fabio Mauri, Carla Accardi, Berlinde de Bruyckere u.v.m

Klassische Moderne | 4. Juni 2019: Paradiesisch- Die schreienden Farben der Expressionisten sind bei Hermann Max Pechsteins jungem Mädchen am Meer einer ausgewogenen Farbkomposition aus 1923 gewichen, der spontane Pinselduktus bleibt. Auf diesem am 4. Juni bei der Auktion Klassische Moderne angebotenen Gemälde klingt die Sehnsucht des Brücke-Malers nach dem Paradies, dem Einklang der Natur mit dem Menschen durch. Pechstein der im NS-Regime als „entartet“ verfemt wurde, heiratete im Entstehungsjahr des Bildes das dargestellte Modell, Marta Möller (€ 180.000 – 250.000).

Durchgedreht- Wie eine Drehtür hatte Man Ray 1919 seine zehn Collagen in der New Yorker Daniel Galerie angeordnet. Revolving Doors, die Serie von, wie Man Ray sagte, „pseudowissenschaftlichen Abstraktionen“, spielte prophetisch mit Kinetik und dem Verhältnis von Mensch und Maschinellem. Der Künstler, gemeinhin bekannt für seine surrealistischen Fotografien und Rayografien, setzte diese Collagen-Serie 1942 in Ölbilder um. Die mit skurrilen Titeln benannten Blätter hießen etwa Betonmischer, Das Treffen, Drachenfliege. Jene Long Distance betitelte Arbeit ist Teil der Moderne-Auktion. Er überschneidet die Formen eines Luftschiffes mit Streifen von knalligen Farben – ein Symbol der unaufhaltsamen Energie einer ständig expandierenden technologischen Welt (€ 140.000 – 180.000).

Sommerschnee- Kaum jemand konnte alpine Schneelandschaften besser darstellen als Alfons Walde, dessen Arbeiten hoch im Kurs von Sammlern stehen. Ein Beispiel dafür ist sein Hof am Wilden Kaiser von 1935, in der bläulicher Schnee, Gebäude, Menschen und Bergwelt eine suggestive Einheit bilden. (€ 250.000 – 380.000). Weitere bedeutende Arbeiten der Auktion stammen von Gustav Klimt, Carl Moll, Oskar Kokoschka, Lyonel Feininger, Giacomo Balla, Marino Marini, Paul Cézanne u. v. m. (Foto: © Dorotheum)

 
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