Tribal Art Auktion – Eine Auswahl an zeremoniellem und rituellem Schmuck bei der Auktion am 20. Februar 2017 im Dorotheum

Die Auktion mit außergewöhnliche Schmuckstücken, „Tribal Art/Stammeskunst“, am 20. Februar 2017 im Palais Dorotheum bietet diesmal eine besonders schöne Auswahl an Hals-, Fuß- oder Ohrschmuck oder sogar Kronen – unterschiedlichster Ethnien und Stämme, u. a. aus Ghana, Elfenbeinküste, Sansibar, Turkmenistan oder Indonesien. Gold spielt hier eine große Rolle, Silber, Edelsteine, Korallen – so vielfältig wie die Materialien und die Ausführung-en so vielschichtig sind auch die Träger: Adelsfamilien, Jäger, Krieger. Die Auktion bietet insgesamt rund 300 Figuren, Masken, Alltags- und rituelle Gegenstände aus Afrika, dem Orient, aus Asien, Indonesien und Ozeanien. Ein äußerst fein gearbeiteter, rund-ovaler Anhänger aus purem Gold. Das zentrale, erhaben hervortretende Gesicht (oder die Maske) ist in typischem Baule-Stil dargestellt. Mit weit ausladenen Augenbrauen-Bögen, langer, flacher Nase und stammestypischen Narben-Tätowierungen an der Nasenwurzel und auf beiden Wangen. Mit einem durchbrochenen Kreis-Dekor und äußeren Bändern umgeben. In einem Stück ‘in verlorener Form’ aus Gold gegossen. Ein kleiner Ausbruch auf der Stirn. Mit zwei Aufhänge-Ösen oben (eine gebrochen). Sonst keine Schäden. Ein sehr fein gearbeiteter, runder Anhänger aus purem Gold. Mit einer zentralen, leicht erhabenen und stilisierten Darstellung eines liegenden Krokodils (von oben). Mit Kreis- und durchbrochenem Zick-Zack-Dekor (außen). In einem Stück ‘in verlorener Form’ aus Gold gegossen. Mit zwei Ösen auf der Rückseite (oben und unten). Ein minimaler Ausbruch am äußeren Rand links. Sonst keine Schäden.die Linie ses KunstMagazinsdie Linie ses KunstMagazins

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Ein usbekischer Anhänger, ursprünglich als Stirnschmuck getragen. Aus Silber in drei Boteh-Formen kastenförmig gefertigt und an der Vorderseite feuervergoldet. Mit 18 Anhängern aus Silber, ebenfalls vergoldet, sowie mit großen und kleinen Korallen-Perlen und kleinen Türkisen dekoriert. Ein prachtvolles, sehr aufwändig gestaltetes Schmuckstück mit guten, alten Tragespuren. Ohne wesentliche Schäden. H: ca. 18 cm (mit Behang); 11 cm (ohne Behang); B: ca. 11 cm. 19. Jh. oder Früher. (ME) Das Besondere: Alle äußeren Flächen tragen einen durchbrochenen Dekor. Sehr selten: Ein ungewöhnlich schönes Paar silberner ‘Sansibar-Fußreifen’. Aus bestem Silber gearbeitet. Jeweils aus zwei Teilen mit Scharnieren und Steck-Verschlüssen hergestellt (Stifte vorhanden). Die Innenseiten der Reifen sind glatt. Das Besondere an diesen Stücken: Alle äußeren Flächen beider Reifen sind reich mit Blüten- und Blattranken, sowie mit geometrischen und glatten Bändern verziert – und dieser aufwändige Dekor ist überall durchbrochen gearbeitet. Ein Meisterwerk. Wohl hergestellt von einem Silberschmiede-Meister aus der Oase Nizwa, dem alten, früheren Schmuck-Zentrum im zentralen Oman. ‘Sansibar-Reifen’ nennt man deshalb diesen Schmuck, weil die Insel Sansibar, vor der ostafrikanischen Küste, von 1698 bis 1861 vom Sultanat Oman beherrscht worden ist und die Europäer diesen, an sich rein omanischen Schmuck-Typ, wahr-scheinlich zuerst auf Sansibar kennengelernt haben. Beide wertvollen Silber-Reifen sind alt, zeigen gute Trage-Spuren, aber keine Schäden!

Ein besonders schöner, großer Amulett-Anhänger der Tekke-Turkmenen, ‘Tumar’ genannt. Ganz aus gutem Silber gearbeitet und zum Teil feuer-vergoldet. Mit einer quer liegenden, sechskantig gearbeiteten Amulett-Box für Schrift-Amulette. Mit Halbkugel-Enden (links zu öffnen!). Darüber befindet sich ein dreieckiger Aufsatz, mit Widderkopf-Motiven an beiden oberen Rändern und an zwei seitlichen, kleinen Aufsätzen. Unter der Amulett-Box verläuft ein durchbrochen gearbeitetes Quer-Band. Die offenen Stellen sind mit rotem Stoff unterlegt. Seitlich befinden sich wieder zwei Widderkopf-Anhänger. An diesem unteren Teil sind an Silberketten viele Kugel-Schellen aus Silber angehängt (mit Steinen im Innern). Alle Flächen an der Vorderseite dieses Amulett-Anhängers ‘Tumar’ sind mit typischen Kurven-Ornamenten der Tekke-Turkmenen graviert und teils feuer-vergoldet! Die Rückseite ist blank und glatt. Dieser höchst eindrucksvolle ‘Tumar’ ist mit 26 glatten und sechs gewölbten, im Cabochon-Schliff, geschliffenen und gefassten Karneol-Steinen besetzt. Mit einem alten, hellbraun gewebten Trageband. Ein prachtvolles, großes, altes Stück, komplett erhalten (selten!) und ohne wesentliche Schäden. Solche ‘Mamuli’ aus Gold oder Silber waren auf Sumba, einer Insel der Kleinen Sundainseln in Indonesien, nicht nur Schmuck. Als Schmuck wurden ‘Mamuli-Anhänger’ von den Adeligen auf Sumba um den Hals, an den Ohren oder an goldenen Stirn-Zierden in Form von Büffelhörnern getragen, um ihren sozialen Rang öffentlich zu zeigen. Darüber hinaus hatten ‘Mamuli’ auf Sumba jedoch noch ganz andere Bedeutungen: Sie waren Bestandteil sakral-religiöser Riten, waren wichtiger Teil des traditionellen Brautpreises und gehörten zum ‘Erb-Schatz’ großer Adels-Familien! Die Grundform der ‘Mamuli’ soll sich aus der Darstellung des weiblichen Geschlechts entwickelt haben. Und das Gold, aus dem ‘Mamulis’ hergestellt wurden, soll von holländischen Gold-Münzen stammen (8 bis 12 Karat). Das vorliegende ‘Mamuli’ aus Gold, in ganz typischer, traditioneller Form, ist besonders groß, schwer und eine erstklassige Arbeit eines Goldschmiedes auf Sumba: Auf den beiden unteren, links und rechts auskragenden Fortsätzen steht jeweils ein Reiter-Krieger aus Gold, auf ihren goldenen Pferden sitzend, mit rundem Schild und Lanze. Die Köpfe, Arme, Lanzen und Schilde der goldenen Reiter sind beweglich gearbeitet! Ganz ohne Schäden. Ein Stück von erstaunlicher Qualität! Diese goldenen ‘Kronen’, genannt ‘Lado’, hatten bei den Nage in Zentral-Flores mehrfache Bedeutungen: Sie zeigten den hohen Rang ihres adeligen Trägers an, spielten in rituellen Zeremonien eine Rolle, sie sicherten symbolisch das Wohlergehen und den Wohlstand der Gemeinschaft und sie gehörten zum ‘Schatz’ adeliger Familien. Früher wurden die ‘Lado-Kronen’ mit ihrem Besitzer begraben, später wurden sie vom Vater auf den Sohn vererbt. Das Gold der ‘Lado-Kronen’ stammt von holländischen Gold-Münzen aus der Kolonialzeit (8 bis 12 Karat).

Vorliegende, goldene ‘Lado- oder Flores-Krone’ besteht aus dünnem Goldblech und fein gearbeitetem Golddraht. Der quer liegende, untere Teil ist halbmondförmig und trägt an beiden Seiten nach oben eingerollte Vogel-Köpfe als Abschluss. Dieser untere Teil wird vor der Stirn getragen und mit hinten angehängten Streifen aus Goldblech am Kopf des Trägers befestigt. In den Quer-Teil werden die ‘Federn’, ebenfalls aus Goldblech, eingesteckt (ursprünglich, vor der Einführung des Goldes, wurden für solche Adels-Kronen richtige Vogel-Federn verwendet). Die ‘Federn’ – in diesem Fall sieben als Zeichen für ‘hohen Adel’ – sind mit zartem, linear getriebenem, geometrischem Dekor verziert und tragen oben und unten jeweils zwei Anhänger aus geraden und dreieckigen Gold-Plättchen. Viele solcher Anhänger befinden sich auch an der Unterkante des unteren Halbmondes, sowie an den zwei filigranen Kugeln, die diese Kante an beiden äußeren Seiten begrenzen. Ein ungewöhnlich komplettes, altes und ‘museales’ Stück. Nur einige Anhänger fehlen gebrauchs- und altersbedingt. Höchst selten! (Foto; © Dorotheum)
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